__________________________
Klaus-Dieter Kolenda, ein deutscher Medizinprofessor schrieb auf der Plattform Heise, die Sterblichkeitsrate von Covid-19 (IFR, Infection Fatality Rate) sei „fünf- bis zehnmal höher“ anzusetzen, als die IFR der jährlichen Grippeepidemien. Die Seite Swiss Policy Research argumentiert jedoch, er habe zwei klassische Fehler begangen:
Zum Ersten vergleiche er die IFR der saisonalen Influenza (bis zu 0,1%) mit frühen Modellvorhersagen der Covid-19-IFR. Diese frühen Modellvorhersagen erwiesen sich jedoch als völlig unrealistisch (siehe die Grafik oben). Zuletzt reduzierte sogar die US-Gesundheitsbehörde CDC ihren (immer noch vorsichtigen) Covid-IFR-Wert auf nur noch 0,26% (“best estimate”).
Der Professor schreibt sodann, dass Antikörperstudien in Brasilien und Spanien eine IFR von 1% oder mehr ergaben. Doch das stimmt nicht: Der Professor verwechselt die sogenannte „rohe IFR“ (Todesfälle geteilt durch Infektionen in einer Studiengruppe) mit der bevölkerungsbasierten IFR, die an das Alters- und das Risikoprofil einer Bevölkerung angepasst ist.

Diese Unterscheidung ist zentral, da Covid-19 hauptsächlich ältere Hochrisikogruppen (tödlich) betrifft: Tatsächlich ereigneten sich 40 bis 80% der „Covid-bedingten“ Todesfälle in Pflegeheimen. Wenn jedoch zehn von einhundert Pflegepatienten sterben, bedeutet das nicht, dass 10% der gesamten Bevölkerung sterben werden.
___
Quelle https://dieunbestechlichen.com/2020/07/wodarg-schiffmann-koehler-entlarven-neuesten-toennies-fehlalarm-mit-klarer-theorie-video/
___
Quelle https://dieunbestechlichen.com/2020/07/wodarg-schiffmann-koehler-entlarven-neuesten-toennies-fehlalarm-mit-klarer-theorie-video/
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen